UA-77764667-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

 

 

Die Goethe-Gesellschaft Kassel e.V. wurde 1949 gegründet. Sie ist eine der größten selbständigen Ortsvereinigung der Internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar und richtet ihre Tätigkeit auf die Förderung von Kunst und Kultur. Die Goethe-Gesellschaft Kassel sieht ihre Aufgabe darin, sich mit dem Werk Goethes und der deutschen Literatur- und Kulturgeschichte der Klassik und Romantik fruchtbar und öffentlichkeitswirksam auseinander zu setzen. Dies geschieht durch Vortragsveranstaltungen, wissenschaftliche Tagungen, Autorenlesungen, Kulturreisen, Ausstellungsbesuche sowie der Publikation einer Schriftenreihe (sh. Vereinssatzung). Die Aufmerksamkeit gilt auch anderen Dichtern der Goethezeit, Persönlichkeiten denen Goethe begegnete, wie auch der Goethe-Rezeption und der zeitgenössischen Dichtung bis ins 20. Jahrhundert. Namhafte Schriftsteller waren zu Lesungen bei der Goethe-Gesellschaft Kassel zu Gast, wie Uwe Johnson, Martin Walser, Ingeborg Bachmann und Peter Handke. Weltweit angesehene Professoren wie Albrecht Schöne, Adolf Muschg, Manfred Eigen, Emil Staiger, Wolfgang Schadewald, Katharina Mommsen, Helmut Börsch-Supan und Lew Kopelew hielten Vorträge in der Kasseler Goethe-Gesellschaft (sh. Referenten). Bereits seit 1955 publiziert die Goethe-Gesellschaft Kassel eine Schriftenreihe, die Vortragsveröffentlichungen, Monografien und Tagungsbände umfasst (sh. Publikationen).

Der Schwerpunkt der Veranstaltungsprogramme wechselte mit dem jeweiligen Vorsitzenden und Vorstandsmitgliedern. Auch bereits vor der Wende wurden bestehende Kontakte mit Weimar und Wissenschaftlern aus der ehemaligen DDR gepflegt. Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft Kassel (sh. Geschichte) waren Prof. Dr. Franz Ulbrich (1949-50, Intendant in Weimar, Berlin und Kassel); Ernst Sennhenn (1950-60); Dr. Hans Joachim Schaefer (1960-1981, Chefdramaturg am Staatstheater Kassel); Prof. Dr. Erich Herzog (1981-1989, Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel); Prof. Dr. Egon Menz (1989-1992, Germanist an der Universität Kassel); Prof. Dr. Ludolf von Mackensen (1992-2012; Technikhistoriker und Museumsdirektor des "Astronomisch-physikalischen Kabinetts").

Frau Margarete von Roos gehörte als Geschäftsführerin dem Vorstand seit der Gründung bis 1973 an, abgelöst durch Frau Anneliese Hartleb (1921-2015), die 1989 die Patenschaft mit der Goethe-Gesellschaft Chemnitz initiierte. Seit 1999 ist Anneliese Hartleb Ehrenmitglied in Weimar, 2002 schied sie aus Altersgründen aus dem Vorstand in Kassel aus (sh. "aus Anneliese Hartlebs Arbeitszimmer"). Als Nachfolgerin war Frau Margot Leiding von 2002 bis Januar 2007 als geschäftsführendes Vorstandsmitglied für die Goethe-Gesellschaft Kassel tätig. Von 2007 bis 2013 war Herr Dr. Jörg Westerburg Geschäftsstellenleiter, seit dem Februar 2013 wird diese von Maja Fischer geführt.

Ehrenmitglieder der Goethe-Gesellschaft Kassel wurden: Margarete von Roos (1973), Dr. Hans Joachim Schaefer (1989), Prof. Dr. Erich Herzog (1990), Hans-Martin Koettenich (1993), Prof. Dr. Werner Keller (1996), Prof. Dr. Albrecht Schöne (1998), Anneliese Hartleb (2002), Prof. Dr. Katharina Mommsen (2006), Gerhard Franke (2006), Michael Pecher (2008), Karl Garff (2009), Prof. Dr. Heinrich Gerdes (2013), sowie Gerda Rest (2016) und Prof. Ludolf von Mackensen (2016).

 

 

 

 

Faust in Rock und Pop – Faustische Motive in modernen Songtexten

Vortrag, Rezitation und und Musikvorführung von Tobias Krause (Gesang, Gitarre), Dr. Denise Roth (Literaturwissenschaft) und Alexander O. Miller (Rezitation). In Kooperation mit dem Institut für Literaturwissenschaften, Aufzeichnung aus dem Gießhaus
der
Universität Kassel vom 10. Mai 2016.  Wir danken den Vortragenden für die Erlaubnis, die Rezitationen und die
Aufführung frei zugänglich machen zu dürfen.


Mit Goethes Gestaltung des Faust-Stoffes entstand eine Flut musikalischer Umsetzungen der verschiedensten und renommiertesten Komponisten. Die Genre reichen dabei bis heute von einzelnen Liedern über Schauspielmusik bis hin zu ganzen Opern. Eher unbekannt aber ist die Tatsache, dass auch die Pop- und Rockmusik sich dem Faust-Stoff gewidmet hat, ja, dass Rockmusik durch seine Entstehungsgeschichte und seine spezifischen
Eigenschaften selbst als „faustisch“ angesehen werden kann. Dazu zählen Grenzüberschreitung, Normbrechung und Entfesselung der Sinne durch spezifische Rythmen, Instrumente und den emotionalen Einsatz der Stimme, ohne dabei auf konventionelle Schönheit abzuzielen. Eine Vielzahl von Rock- und Popsongs spielt mit faustischen Motiven, sei es mit dem bösen Treiben des Teufels auf Erden, der Versuchung des Teufelsbundes oder der Wette zwischen Gott und Teufel um die Seele des Menschen. Diese Themen werden dabei über die sogenannten „lyrics“, die Texte der Rock- und Pop-Songs, transportiert, entfalten ihre volle Bedeutung jedoch erst aus dem Zusammenspiel von Wort und Musik, was auch für die Interpretation zu berücksichtigen ist. 

 

Robert Johnson (1911-1938) - Cross Road Blues (1936/37)

 

Chris de Burgh - Spanish Train (1975)

 

Mick Jagger/Keith Richards - Sympathy For The Devil (1968)

 

Texte und Übersetzungen

 
 Für die Aufzeichnung der Veranstaltung vom 10. Mai 2016 bedanken wir uns sehr herzlich bei Frank Weissenborn (Freies Radio Kassel).

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?